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Touren

Tour „Sakrale Schätze an der Via Regia in Kamenz“

Zeit: ca. 2 – 4 Stunden

Die Stadt Kamenz ist reich an Zeugnissen mittelalterlicher Kirchenarchitektur.  Neben der Katechismuskirche und der St.-Just-Kirche, die Ihre Entstehung dem durch Kamenz verlaufenden Jakobsweg verdankt, lädt vor allem die aus massivem Granit gebaute spätgotische Hallenkirche St. Marien zu einem Besuch ein. Diese Bauwerke, die seit der Reformation von der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde für Gottesdienste und Konzerte genutzt werden, stehen nicht nur beispielhaft für die reiche Kunstproduktion in der Oberlausitz des Mittelalters und der Renaissance, mit ihren Altären und Wandfresken sind sie auch das Ziel zahlreicher Touristen, Pilger und Einheimischer.

Klosterkirche St. Annen (Foto Stadtverwaltung Kamenz)

Starten sie ihre Tour an der Klosterkirche und im Sakralmuseum St. Annen. Die spätgotische Hallenkirche war Teil des Kamenzer Franziskanerklosters und ist eine wichtige Station auf der Via Sacra - jener touristischen Route, die einzigartige Bauwerke und Kunstschätze in der Oberlausitz, Niederschlesien und Nordböhmen verbindet. Das Sakralmuseum, das in seiner Doppelfunktion Museum und Kirche vereint, ist das Ergebnis einer Kooperation zwischen den Städtischen Sammlungen Kamenz und der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde Kamenz. Es beherbergt ein, im weiten Umkreis, einzigartiges Ensemble von fünf spätgotischen Schnitzaltären.

Klostertor (Foto SV Kamenz)

Nur einen Katzensprung von der Klosterkirche entfernt, befindet sich das Klostertor. Dieser Durchbruch war der Zugang zum außerhalb der Stadtmauern gelegenen Franziskanerklosters.

St. Just Kirche (Foto Stadtverwaltung Kamenz)

Dem ökumenischen Pilgerweg Richtung Königsbrück folgend gelangen Sie zur Kirche St. Just, die dem heiligen Jodokus geweiht ist. 1377 erstmals erwähnt, ging sie vermutlich aus einer kleinen Kapelle an der Via Regia hervor. Die Wandmalereien und Fresken im Inneren gehören zu den bedeutendsten Werken der bildenden Kunst des 14./15. Jh. in der Lausitz.

Klosterkirche St. Annen (Foto Stadtverwaltung Kamenz)

Gut sichtbar auf dem höchsten Punkt der Stadt erhebt sich die Hauptkirche St. Marien. Das vierschiffige Gotteshaus zählt zu den bedeutendsten spätgotischen Hallenkirchen in Sachsen. Ihre reiche Ausstattung ist Zeugnis für die vielfältige Geschichte der Stadt Kamenz. Vom Kirchturm erhalten Sie einen herrlichen Blick über Kamenz und Umgebung.

Katechismuskirche (Foto Stadtverwaltung Kamenz)

In unmittelbarer Nähe finden Sie die Katechismuskirche. Nach 1537 bis 1565 diente sie den evangelischen Wenden als Gottesdienstort. Ab 1724 fand dort der Katechismusunterricht statt. Im Inneren befinden sich wertvolle Bauernmalereien und ein Kanzelaltar.

Ein besonderes sakrales Kleinod etwas außerhalb der alten Stadtmauern ist die katholische Pfarrkirche St. Maria Magdalena, die bemerkenswerte Reliefs des Kreuzweges aus Terrakotta zeigt.

Wieder Richtung Ausgangspunkt Klosterkirche laufend sehen Sie die aus Granodioritblöcken errichtete Mönchsmauer, welche Teil der ehemaligen Stadtbefestigung war.

Weitere Informationen finden Sie unter:

www.kirchengemeinde-kamenz.de

www.staedtischesammlungenkamenz.de

Tour „Unterwegs in Kamenz Dörfern"

Zeit: ca. 4 – 8 Stunden

Starten Sie Ihren Stadtrundgang am Markt. Vor Ihnen erstreckt sich ein imposantes Bauwerk – das Rathaus. Das Kamenzer Rathaus wurde nach dem verehrenden Stadtbrand von 1842 in den Jahren 1847-48 im Stil der italienischen Neorenaissance vom Zittauer Baudirektor Schramm unter Nutzung der Vorlagen des Berliner Architekten Schinkel neu erbaut.

Ebenfalls auf dem Marktplatz steht der Andreasbrunnen. Der Brunnen wurde 1570 von Bürgermeister Andreas Günther gestiftet. Seine 3 toskanischen Säulen tragen den baldachinartigen Aufbau. Darauf steht Justitia mit Schwert und Waage. Das Wappen von Kamenz, das Böhmische Wappen und das Deutsche Reichswappen zieren ihn.

Fleischbänke (Foto SV Kamenz)

Auf der Rückseite des Marktes befinden sich die Fleischbänke, jene mittelalterlichen Verkaufsstände der Fleischer. Das jetzige Gebäude entstand nach 1842.

Pichschuppen und Malzhaus (Foto SV Kamenz)

Biegen Sie ab in die Zwingerstraße, vorbei am Ponikau-Haus - Museum der Westlausitz -, gelangen Sie zum Malzhaus und dem Pichschuppen. Das Malzhaus diente einst der Herstellung von Braumalz. Heute können Sie in den Ausstellungsräumen alles zur Stadtgeschichte erfahren. Der Pichschuppen war einer der Wehrtürme der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Gegen Ende des 19. Jh. wurde er von der Braucommun genutzt, um Bierfässer auszupichen.

Schillerpromenade (Foto SV Kamenz)

Hinter dem Malzhaus verläuft die Schillerpromenade an deren Wasserbassin Sie pausieren und den Blick auf den Roten Turm und die Hauptkirche schweifen lassen können.

Roter Turm und Hauptkirche St. Marien (Foto Stadtverwaltung Kamenz)

Der Rote Turm ist Teil der ehemaligen Stadtbefestigung und der Toranlage nach Pulsnitz aus dem 16. Jh.

Die Hauptkirche St. Marien zählt zu den bedeutendsten spätgotischen Hallenkirchen in Sachsen. Sie wurde 1480 fertiggestellt. Zwei Schnitzaltäre, Epitaphien und Levitensitze, ein Taufstein aus Granodiorit aus dem 14. Jahrhundert sind bis heute erhalten geblieben.

Direkt neben der Hauptkirche stand einst das Geburtshaus von G.E. Lessing (1729-1781). Das Gebäude brannte 1842 vollständig nieder. Ein Jahr später wurde bereits eine kleine Gedenkstätte errichtet.

Klosterkirche St. Annen (Foto Stadtverwaltung Kamenz)

Folgen Sie nun der Kirchstraße bis zum Klostertor, dem ehemaligen Eingang zum Franziskanerkloster. Durchschreiten Sie das Tor und Sie gelangen zur Klosterkirche St. Annen. Das Bauwerk hat heute eine Doppelfunktion als Gotteshaus und sakrales Museum.

Weitere Informationen finden Sie unter:

 www.kirchgemeinde-kamenz.de

 www.staedtischesammlungenkamenz.de