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Herzlich willkommen in Nebelschütz

Kontakt

Gemeinde Nebelschütz
Hauptstraße 9
01920 Nebelschütz
Tel. 03578-301006
Fax 03578-302491

www.nebelschuetz.de
gemeinde@nebelschuetz.de

Unweit der Lessingstadt Kamenz und der Stadt der Türme Bautzen liegt das Dorf Nebelschütz und bildet das Tor zur sorbischsprachigen Oberlausitz. Als Symbol dafür steht das "Wendentor". Es ist liebevoll restauriert und schmückt das Dorfzentrum von Nebelschütz. Der Name Nebelschütz – sorbisch Njebjelčicy – bedeutet übersetzt "Himmelsort". Ein Titel, den das Dorf den Einheimischen nach zu Recht trägt, denn ihr Ort liegt tatsächlich wie auf Wolken gebettet im sanften Hügelland Ostsachsens. Die klare Sicht auf die Lausitzer Bergkette, das nahe Zisterzienserkloster Sankt Marienstern und die schöne sanfte Landschaft haben schon viele Künstler und Gäste in die Gemeinde Nebelschütz mit seinen Ortsteilen Wendischbaselitz, Piskowitz, Miltitz und Dürrwicknitz geführt.

Vier Fünftel der Einwohner von Nebelschütz gehören zum slawischen Kulturkreis der Sorben – ein Volk, das dem christlichen Glauben tief verbunden ist. Das Dorf ist stolz auf seine Zweisprachigkeit und kulturelle Vielfalt, und zelebriert diese mit zahlreichen traditionellen Festlichkeiten und Bräuchen das ganze Jahr hindurch. Besuchern bietet sich dadurch die Möglichkeit zum authentischen Erleben der Dorfkultur, der sorbischen Trachten und dem traditionellen Kunsthandwerk. Hier sind die typischen sorbischen Ostereier, Sagen und Märchen in Kunstwerken, Büchern und Tonmalereien zu entdecken.

Besonders sehenswert sind die über Jahrhunderte gepflegten Wegekreuze und Betsäulen sowie die von prächtigen Linden umgebene und weithin sichtbare Kirche St. Martin. Sie sind Zeugen der reichen Geschichte von Nebelschütz entlang der "via regia", und dem berühmten "Jacobspilgerweg". Der Bau dieser barocken Kirche St. Martin stand unter dem Einfluss der katholischen Hofkirche in Dresden und erstrahlt in den rot-weißen Farben des Zisterzienserordens. Festlich steht sie zu den Osterprozessionen im Mittelpunkt. Ostersonntag reiten die Männer auf geschmückten Pferden von Kirche zu Kirche und verkünden die Osterbotschaft. Weit über die Felder und Ortschaften hinweg kann man diese wunderschönen Männerchoräle in der Frühlingsluft hören.

Der Sinn für originelle Kunst und Kultur kennzeichnet die Mentalität der Nebelschützer. Im nahe gelegenen, gefluteten Steinbruch im Ortsteil Miltitz sind kleine Steinskulpturen unter Wasser verborgen. Tauchtouristen können hier im wahrsten Sinne wie der sorbische Wassermann zu einer Besichtigung „abtauchen“. Selbstverständlich kommt man auch trockenen Fußes in Kunstgenuss: Auf dem gut eingerichteten Gelände des Steinbruchs "Krabatstein" sind ganzjährig Bildhauerarbeiten sowie Landartkunstwerke internationaler renommierter Künstler zu bewundern. Auf der Freilichtbühne, werden im Sommer verschiedene kulturelle Höhepunkte geboten.

Die Umgebung von Nebelschütz bietet die Möglichkeit für viele erlebnisreiche Ausflüge. Rund um Nebelschütz gibt es zahlreiche gut ausgeschilderte Radwanderwege. Rundwege wie der Archäologische Radweg, der Radwanderweg Sorbische Impressionen und der KRABAT-Radweg (eine 84 km lange Radrundreise auf den Zauberspuren des guten sorbischen Zauberers KRABAT) sowie die Sächsische Städteroute verbinden idyllische Ortschaften, malerische ruhige Landschaften und reizvolle Sehenswürdigkeiten. Weiterhin finden Radfahrer hier Anschluss an die Fernradwege der Region wie und den Frosch-Radweg. Wanderer können in der Region auf dem berühmten Jakobsweg pilgern. Selbstverständlich sind die hier ansässigen Pensionen, Gastronomen und Direktvermarkter bestens auf Radler vorbereitet.

Historie

Die erste urkundliche Erwähnung von Nebelschütz datiert auf das Jahr 1304. In einer Urkunde des Klosters St. Marienstern werden zwei Brüder aus Nebelschütz erwähnt. Was die grundherrlichen Besitzverhältnisse in Nebelschütz im 14. und 15. Jahrhundert angeht, gibt es nur unvollständige Überlieferungen. Ursprünglich dürfte der Ort den in der Gegend reich begüterten Herren von Kamenz gehört haben. Im Zinsregister von Marienstern aus dem Jahr 1374 wird erwähnt, dass die Zisterzienserinnen Einkünfte aus Nebelschütz bezogen. Das Dorf oder zumindest einige Güter im Ort wurden im Laufe des 15. Jahrhunderts mehrfach verkauft oder verpfändet. Als Grundherren über Teile von Nebelschütz werden u.a. Angehörige der Familie von Metzradt und auch die Stadt Kamenz erwähnt. Spätestens während des ersten Viertels des 16. Jahrhunderts hatte das Kloster das gesamte Dorf erworben. St. Marienstern blieb bis zur Ablösung der Grundherrschaft 1832 Besitzer von Nebelschütz. Deshalb ist die Bevölkerung des Ortes in der Reformationszeit auch katholisch geblieben.

Ausflugstipps