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Herzlich willkommen in Reichenbach / O.L.

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Die Landstadt Reichenbach/O.L. liegt in einer reizvollen Landschaft zwischen den Königshainer Bergen im Nordosten und dem Rotstein sowie dem Töpferberg im Westen. Die große Durchgangsstraße, die durch Reichenbach führt, besteht als „Via Regia“ („Hohe Straße“) schon seit dem Mittelalter. Die heutige Bundesstraße 6 bildet auch die Nahtstelle zwischen niederschlesischer und sächsischer Oberlausitz. Die klare und dennoch lebendige Stadtgliederung trägt viel zur guten Lebensqualität der rund 3.700 Einwohner der Gesamtstadt Reichenbach bei. Zahlreiche Geschäfte stellen die Versorgung der Bürger ohne weite Wege sicher. Die Bildungseinrichtungen sind modern ausgestattet. Es ist eine Grundschule, eine Mittelschule sowie eine Regionalstelle der Musikschule Dreiländereck vorhanden.Die Stadt- und Kreisbibliothek bietet ihren Benutzern einen modernen Lesesaal und Internetarbeitsplätze zur Nutzung an. Zur aktiven Entspannung lädt ein Freizeitbad mit Skaterbahn und Ballspielplätzen ein. Sportbegeisterte können sich in der neuen Zwei-Felder-Sporthalle austoben. Wenn bei den Eltern die Arbeit ruft, sind die Kinder von Reichenbach in den drei Kindereinrichtungen, die in Trägerschaft des ASB, der Evangelischen Kirchengemeinde Meuselwitz und des DRK stehen, gut aufgehoben. Zudem gibt es den Hort „Im kleinen Europa“ mit offenem Kinder und Jugendtreff. Träger ist hier ebenfalls das DRK. Auch das religiöse Leben kommt in Reichenbach nicht zu kurz. Dafür sorgen die evangelische Kirchengemeinde in Reichenbach und in Meuselwitz, die Evangelische Freikirchliche Gemeinde Reichenbach, die katholische Kirchengemeinde in Reichenbach/Mengelsdorf sowie die Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten in Reichenbach. Senioren können sich im Altenpflegeheim Martinstift wohlfühlen, einer Einrichtung der Stiftung Diakonie Görlitz, zu welcher auch eine Sozialstation und Betreutes Wohnen gehören. Im ehemaligen Mengelsdorfer Schloss, dem heutigen Caritasheim, befindet sich eine sozialtherapeutische Wohnstätte für psychisch beeinträchtigte Menschen. Auf einer Gesamtfläche von 43 Quadratkilometern gibt es in Reichenbach einiges zu entdecken. Eine Vielzahl von Zeugnissen laden zum Kennenlernen ein, doch auch die Gegenwart hält Spannendes bereit. Seit 2011 steht das Sächsische Migrationszentrum in Reichenbach für Fragen zur Migration und Integration mit den Einrichtungen Nollau- und via regia-Haus zur Vernetzung im Dreiländereck zur Verfügung. Reichenbach unterhält seit 1990 eine Städtepartnerschaft zu Seckach in Baden-Württemberg und seit 1995 zu Karpacz (dt. Krummhübel) in Polen. Darüber hinaus gibt es eine enge Zusammenarbeit mit der tschechischen Gemeinde Okrouhlá.

Historie

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes Reichenbach fand am 15. Mai 1280 statt. Es wird aber vermutet, dass Reichenbach bereits 1230 gegründet worden ist. Vom 26. Dezember 1430 bis zum 19. Januar 1431 kam Reichenbach erstmals in Bedrängnis: Nach dem Einfall von rund 8.000 Hussiten wurde der Ort durch sie hartnäckig belagert. Unter diesen Umständen suchten die Bürger Schutz in der evangelischen St. Johanneskirche, wo sie sich verschanzten. Dies schürte jedoch den Zorn der Belagerer, die daraufhin große Teile der Stadt nieder brannten. Nachdem Reichenbach die Pest 1599 und den Dreißigjährigen Krieg mit Bevölkerungsrückgang und großen Zerstörungen hinter sich gebracht hatte, ging der Ort doch gestärkt aus der Krise hervor: Die Stadt kaufte1638 für 350 Taler das Haus des Schneiders Jakob Mühle, um darin ihr erstes Rathaus einzurichten. Leider währte dieses Glück nicht allzu lang, denn 1670 wurde das Rathaus – und damit auch wertvolle Urkunden – während des großen Stadtbrandes vernichtet. 1799 wüteten erneut zwei große Brände in der Stadt. Viele obdachlos gewordene Einwohner begrüßten das neue Jahrhundert in bitterster Armut und Kälte. Dennoch konnte sich die Stadt immer wieder erholen, was wohl ihrem außerordentlichen Willen zur Beständigkeit zu verdanken ist. Am 22. Mai 1813 gab es bei Reichenbach ein Gefecht zwischen preußischen und russischen Heeren gegen die französischen und sächsischen Truppen. Die in Reichenbach gelegene „Napoleonbrücke“ fungierte bei diesem Konflikt als wichtiger strategischer Stützpunkt. 1822 wurde die erste Verbindungsstraße zwischen Reichenbach und Löbau gebaut und der Anschluss an das Eisenbahnnetz Dresden-Görlitz fand im Jahre 1847 statt. 1878 entstand endlich ein neues Rathaus: Die Stadt kaufte den früheren Gasthof „Zum blauen Stern“ und ließ ihn zum Verwaltungsgebäude ausbauen. Auch mit der Infrastruktur ging es bergauf: Im Jahr 1890 lebten in der Stadt 1944 Menschen und es wurde die erste Fernsprecheinrichtung eröffnet. Neun Jahre später erleuchteten die ersten 45 elektrischen Straßenlampen die Stadt. Die Selbstständigkeit der einzelnen Gutsbezirke wurde 1929 aufgehoben. Im Zuge dessen wurden die Güter mit den Gemeinden Ober- und Niederreichenbach vereinigt. Der Zweite Weltkrieg forderte dann wiederholte Zerstörungen in der Stadt. Nach dem Krieg wurde Niederreichenbach 1957 nach Reichenbach eingemeindet, 1969 geschah dasselbe mit Oberreichenbach. 1974 erfolgte die Eingemeindung von Oehlisch. Am 6. Mai 1990 kam es zur ersten demokratischen Wahl des Stadtrates und des Bürgermeisters Dr. Walter Langer. Vier Jahre später, am 1. Januar 1994, wurden die Gemeinden Zoblitz, Meuselwitz mit den Ortsteilen Goßwitz, Schöps, Borda, Reißaus, Krobnitz und Lehnhäuser und die Gemeinde Dittmannsdorf mit dem Ortsteil Biesig sowie die Gemeinde Mengelsdorf mit den Ortsteilen Löbensmüh und Feldhäuser nach Reichenbach eingemeindet. Das neue Rathaus wurde am 16. November 1996 der Stadt Reichenbach übergeben.

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