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Herzlich willkommen in Glashütte

Kontakt

Tourismusbüro Glashütte

Ansprechpartner:
Bianca Braun
Schulstraße 4 a
01768 Glashütte
Tel. 035053-329829
Fax 035053-321473

www.glashuette-sachs.de
bianca.braun@glashuette-sachs.de

Glashütte ... hier lebt die Zeit!

Dieser Spruch, der anlässlich der Feierlichkeiten zum 500. Stadtjubiläum entstand, steht für Glashütte und verdeutlicht, dass Glashütte in Sachsen das Zentrum der deutschen Uhrenindustrie ist. In Glashütte wurden und werden von besonders qualifizierten Uhrmachern Uhren hergestellt, die weltweit ihres gleichen suchen.

Wir laden Sie herzlich ein Glashütte und seine Ortsteile zu besuchen. Es erwarten Sie freundliche Menschen und zahlreiche Sehenswürdigkeiten, z. B. das Deutsche Uhrenmuseum Glashütte. Neben dem Uhrenmuseum als Höhepunkt eines Besuches in Glashütte, gibt es in der Kernstadt und den Ortsteilen viele weitere Sehenswürdigkeiten und Erlebnisbereiche. So die Kirchen in Glashütte, Reinhardtsgrimma (Silbermannorgel), Dittersdorf oder Johnsbach oder das Barockschloss Reinhardtsgrimma mit seinem Park im englischen Stil.

Historie

Man nennt ihn noch heute Georg den Bärtigen: Herzog Georg von Sachsen. Er verlieh am 10. Februar 1506 dem kleinen Bergort Glashütte das Stadtrecht. Warum in einer so unscheinbaren Ansiedlung?

In Glashütte wurde Silbererz gefunden, und da den Landesfürsten das Nutzungsrecht zu stand und sie einen Teil des Silbers abbekamen, ist es wohl verständlich, dass an der Entwicklung solcher Bergstädte interessiert waren.
Erstmals wurde der Ort Mitte des 15. Jahrhunderts erwähnt, als das "Berggeschrey" die Menschen in diese Gegend zog, die man einst "Fergunna" (dunkler Wald) bezeichnete. Wer heute durch Glashütte läuft, wird über dem Eingangsportal des Rathauses einen aus Stein gehauenen Bärenkopf sehen, er soll die Wildheit der Natur dieser Zeit erahnen lassen.

Der Name Glashütte deutet mit hoher Wahrscheinlichkeit darauf hin, dass es vorher eine Glashütte gegeben hat. Leider sind bis heute noch keine Spuren gefunden worden. Die Silberfunde waren für damalige Verhältnisse reichlich, die Bevölkerung wuchs und an die 150 Jahre konnten die Menschen hier gut leben. Doch dann überzogen Kriege und Seuchen das Land. Glashütte wurde nicht verschont und der Bergbau kam immer mehr zum Erliegen. Not und Elend bestimmten das Dasein. Das Strohflechten war vielfach der einzige Erwerbszweig für die Familien.

Diese Notstandssituation im Erzgebirge bewegte die sächsische Staatsregierung Anfang der 1840er Jahre, einen Appell an Fachleute zu richten, in diesen Gebieten eine Industrie aufzubauen. Für Glashütte war es ein Glückszustand, dass sich der Uhrmachermeister Ferdinand Adolph Lange, Schwiegersohn des Dresdner Hofuhrmachers Johan Christian Friedrich Gutkaes, in der Stadt niederließ und am 7. Dezember 1845 mit 15 Lehrlingen begann, Taschenuhren zu produzieren. Der Grundstein für den Siegeszug eines neuen Industriezweiges war gelegt.

F.A. Lange zog weitere hervorragende Fachleute nach Glashütte, die selbständige Uhrenfabrikanten wurden und mit dazu beitrugen, dass Glashütte Weltruhm erlangte. Einer davon soll hier erwähnt werden: Moritz Großmann. Er war nicht nur Uhrenfabrikant, sondern auch ein glänzender Theoretiker, der mit seinen Schriften im In- und Ausland berühmt wurde. Ihm ist es vor allem zu verdanken, dass am 1. Mai 1878 die Deutsche Uhrmacherschule eröffnet werden konnte. Ein neues Schulgebäude war 1881 errichtet und später erweitert worden.

Die Uhrmacherschule erhielt 1950 den Status einer Fachschule, zunächst den Namen „Fachschule für Feinmechanik Glashütte“ und 1957 wurde sie „Ingenieurschule für Feinwerktechnik“. Nach umfangreicher Rekonstruktion wurde in diesem Haus im Jahr 2008 das Deutsche Uhrenmuseum Glashütte (siehe Bild) eingerichtet.

Neben der Uhrenindustrie blühten weitere Industriezweige auf. Viele wissen bestimmt nicht, dass die erste serienmäßig hergestellte deutsche Rechenmaschine in Glashütte ihren Ursprung hatte. Arthur Burkhardt produzierte sie in seiner Firma.

Weitere Unternehmen, wie die Rechenmaschinenfabrik „Saxonia“ und „Archimedes“, folgten. Auch Schreibmaschinen stellte man her und zwar ab den 1920er Jahren bis 1991.
In Glashütte wurden und werden also nicht nur Uhren gefertigt. Der Begriff „Uhrenstadt“ muss erweitert werden: Glashütte – Stadt der Uhren und der Feinwerktechnik.

Die feinmechanische Industrie spielte in der Geschichte unserer Stadt stets eine bedeutende Rolle.
Natürlich bestimmt auch in der Gegenwart die Uhr den Industriestandort Glashütte. Heute existieren wieder mehrere Uhrenfirmen, welche die Tradition erfolgreicher Uhrenfertigung fortsetzen und Glashütte als Standort hochfeiner mechanischer Armbanduhren in aller Welt bekannt machen.

Der Name Glashütte spricht für höchste Präzision bei den bestehenden und neu gegründeten Uhren- und feinmechanischen Betrieben, für die seit Jahrzehnten existierende klein- und mittelständische Industrie sowie für alle Handwerks- und Gewerbetreibenden.

Ausflugstipps