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Stadtverwaltung Oelsnitz/Erzgebirge
Rathausplatz 1
09376 Oelsnitz / Erzgebirge

Tel. 037298-380 
Fax 037298-3833

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Die Stadt Oelsnitz / Erzgeb. mit ihrem Ortsteil Neuwürschnitz liegt im sächsischen Erzgebirgskreis. Durch die Nähe zu den Städten Chemnitz (Sitz der Landesdirektion) und Zwickau ist eine gute Verkehrsanbindung gewährleistet. Die Gemeinde Neuwürschnitz wurde mit Wirkung vom 01. Januar 1999 als Ortsteil in die Stadt Oelsnitz / Erzgeb. eingegliedert. Die Gesamtfläche beträgt mit Stand vom 30. Juni 2010 26,34 km².Die Einwohnerzahl liegt zum 01.06.2013 bei 11.518.

Historie

Die Stadt Oelsnitz im sächsischen Erzgebirgskreis führt zur Unterscheidung von der gleichnamigen vogtländischen Stadt den Zusatz „im Erzgebirge“. Sie liegt am Fuße dieses deutschen Mittelgebirges. Ihr Untergrund gehört jedoch geologisch zur Schichtenfolge des Erzgebirgischen Beckens mit eingelagerten Steinkohlenflözen aus der Karbonzeit in der Tiefe. Der unter den mächtigen Deckschichten des Rotliegenden verborgene wertvolle Bodenschatz war die Grundlage für die Entstehung und Entwicklung des Oelsnitz-Lugauer Kohlenreviers in den Jahren 1844 bis 1971.Die Landschaft um Oelsnitz ist gebirgig und abwechslungsreich. Die Stadt wuchs aus der einst dörflichen Enge des Hegebachtales an mehreren Stellen hinaus. Ihre Höhenlage reicht von 330 bis 480 Meter. Die höchste Erhebung in der Stadtflur bildet die Haldenkuppe des Deutschlandschachtes mit 491 Metern.
Oelsnitz war schon seit der Besiedlung im 12. Jahrhundert durch hauptsächlich aus Franken und Thüringen kommende Bauern größer als die Dörfer in der Nachbarschaft. Der slawische Ortsname, der „Siedlung am Erlenbach“ bedeutet, stammt vermutlich von Stämmen der Sorben, die im Sächsischen Vorland siedelten. Da sie in der Oelsnitzer Gegend nicht sesshaft waren, verwendeten sie ihn als Orientierungsnamen. Im Jahr 1212 nennt eine markgräfliche Urkunde einen Ritter Rembertus de Oelsnitz. 1386 wird ein Zins des Grafen von Hartenstein, der zugleich Burggraf von Meißen war, in Oelsnitz „an der Straße“ vermerkt. Der Ort ist demnach zur Zeit der Kolonisation des deutschen Ostens als großes Reihendorf an einem jener „böhmischen Steige“ angelegt worden. Dieses war mit umfangreicher Waldhufenflur, mit Rittersitz der Herren von Oelsnitz, einem Versallengeschlecht niederen Adels, mit Gutshof und ursprünglich drei Vorwerken, eine frühdeutsche Befestigungsanlage. Oelsnitz wurde zum Sitz verbreiteter Innungen der Weber und Wirker sowie der Weltfirma der Gebrüder Meinert, die als Verleger, Manufakturbesitzer und Großkaufleute auftraten.
In der Mitte des vorigen Jahrhunderts begann jedoch für das Dorf ein völlig neuer Abschnitt der wirtschaftlichen Entwicklung. Nach einem Zufallsfund von Steinkohle unmittelbar an der Erdoberfläche im Jahre 1831, förderte der Zwickauer Bergfaktor Karl Gottlob Wolf im Januar 1844 die erste Kohle aus einer Tiefe von neun Metern. Damit begann die wechselvolle Geschichte des Kohlenreviers.

Während die ersten Jahrzehnte gekennzeichnet waren vom primitiven Abbau in geringer Tiefe durch Grundbesitzer und kleine Gesellschaften im Raum Oelsnitz, Lugau und Niederwürschnitz, setzte die erste Gründerzeit mit größeren Unternehmen 1855 ein. Schließlich entstanden 1871 in der so genannten Hauptgründerzeit viele tiefe Schächte um und in Oelsnitz selbst. Der Abbau verlagere sich in die Beckenmitte bis zu 1000 Meter Tiefe. Nach 1900 konzentrierte sich der Kohlenbergbau in zwei großen Kapitalgesellschaften, den Gewerkschaften Deutschland und Gottes Segen, zuletzt im Vereinigten Steinkohlenwerk Oelsnitz. Die Arbeit der Kumpel in den tiefen und stellenweise sehr heißen Schächten war hart und gefahrvoll. 1971 wurde die Förderung wegen Erschöpfung der Lagerstätte eingestellt. Heute erinnern nur noch die Reste der Übertageanlagen, die inzwischen bewaldeten Halden und alte Namen an die früheren Schachtstandorte. Der ehemalige Kaiserin-Augusta-Schacht ist zu einem sehenswerten Bergbaumuseum umgestaltet worden mit vielen Zeugen aus der Bergbauzeit im Originalzustand. In der Blütezeit des Bergbaus wuchs Oelsnitz unaufhörlich durch den Zuzug aus vielen deutschen Gegenden und sogar aus dem Ausland, so aus Böhmen und Italien. Am 19.04.1924 wurde der Ort als größtes sächsisches Dorf zur Stadt erhoben und erreichte später eine Einwohnerzahl um die 20 000. Durch das stürmische Wachstum entstand ein uneinheitliches Stadtbild, das bei Besuchern oft Verwunderung auslöst. Die alte Dorfstruktur ist noch zu erkennen, und das Zentrum weist Lücken auf, entstanden durch die vom Bergbau verursachten Senkungen und Abrisse, aber auch durch Bombenschäden des Jahres 1945. Die Beendigung des Bergbaus führte zu einer rückläufigen Tendenz der Einwohnerzahl.

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