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Touren

Tour „Auf den Spuren der Rabenauer Stuhlbauer“

Zeit: ca. 2 – 3 Stunden

Wir beginnen unsere Tour auf den Spuren der Rabenauer Stuhlbauer im Ortszentrum auf dem Markt.  Dort sehen Sie den Stuhlbrunnen. Auf dem Sandsteinsims des Brunnens sehen sie Bronzen, die das einfache Leben der Stuhlbauer symbolisieren. Die drei größten, schmückenden Elemente sind Stühle, die zusammen eine Stuhlbauerfamilie – Stuhlvater, -mutter und -kind – darstellen.
Weitere Informationen finden Sie unter www.stadt-rabenau.de

Vom Marktplatz aus gehen sie zu der im Jahr 1642 erbauten St. Egidien-Kirche. Die Kirche wurde auf den Grundmauern einer 1639 während des Dreißigjährigen Krieges zerstörten Kapelle aus dem 13. Jahrhundert aufgebaut. Von dieser übernahm man einige im romanischen Stil gebaute Fensterwände, die Sakristei mit dem Kreuzgewölbe und Teile des Chores. Die Gottesdienste gehörten auch für die Rabenauer Stuhlbauer zum Lebensalltag. 
Weitere Informationen finden Sie unter www.rabenau.net

Gleich neben der Rabenauer Kirche sehen Sie ein liebevoll restaurierte Postmeilensäule.

Circa 50m von der Kirche entfernt, finden Sie das Deutsche Stuhlbaumuseum (Lindenstraße 2). Es befindet sich im Gewölbe des ehemaligen Vorwerks der bis ins 15. Jahrhundert bestehenden Burg von Rabenau. Neben einer sehenswerten Sammlung von historischen Stühlen und Darstellungen zum traditionellen Stuhlbau, bietet das Deutsche Stuhlbaumuseum in Rabenau eine liebevoll gestaltete Ausstellung zur Heimatsammlung der Stadt, die durch die über 400-jährige Tradition des Stuhlbauerhandwerks geprägt wurde.
Weitere Informationen finden Sie unter www.deutsches-stuhlbaumuseum.de

Tour „Auf der Suche nach Nixen und Rittern im Rabenauer Grund“

Zeit: ca. 2 – 4 Stunden

Wir beginnen die Tour auf dem Marktplatz der Stadt Rabenau und folgen ca. 50 m der Freitaler Straße und biegen dann in die Weststraße ein. Wir gelangen über die Freitreppe zum Mühlberg und weiter zum Bahnhof Rabenau. Seit 1882 hält hier Deutschlands dienstälteste, noch dampflokbetriebene Schmalspurbahn auf ihrer Fahrt vorerst zwischen Freital-Hainsberg und Dippoldiswalde.
Weitere Informationen finden Sie unter www.weisseritztalbahn.com

Wir befinden uns jetzt bereits mitten im Tal der Roten Weißeritz. Nach dem Überqueren der Gleisanlage haben wir die Möglichkeit, in der zur Mühle gehörenden Gaststätte „Zum Wanderer“ oder in der historischen „Rabenauer Mühle“, jetzt Hotel und Restaurant einzukehren.

Von der Mühle aus kann man der Straße nach Lübau folgen, in den Spechtritzgrund abbiegen oder wie wir den Grundweg in Richtung Freital entlang wandern. Uns eröffnet sich das Naturschutzgebiet Rabenauer Grund mit all seiner Vielfalt und seinen zahlreichen Sagen. Schon nach wenigen Metern zweigt rechts über die Brücke der alte Semmelsteg ab. 

Wir verbleiben auf dem Grundweg und erblicken zwei Versuchsstollen aus der Zeit der Ritter von Theler. Ein Stück weiter kommen wir zu einer Aue mit zwei einsamen Villen. Hier finden wir im Bett der Weißeritz das Mundloch eines 400m langen Wasserstollens, der im unteren Teil des Grundes zur Betreibung des Kraftwerkes wieder zu Tage tritt. Wir gelangen zur Planwiese mit Rastplatz und Schutzhütte. Links hinauf führt ein Weg nach Lübau. Die Planwiese ist Standort vieler seltener Pflanzen. Wegen des starken Geruchs des Bärenlauchs wird sie auch Knoblauchwiese genannt.

Auf der weiteren Wanderung treffen wir bald auf den Katzbach, der den Weg quert und in der Roten Weißeritz mündet und schließlich auf den Nixentump. Hier scheint das Wasser still zu stehen. Die Legende berichtet: „Hier hat der alte Nix gewohnt, den Bauern half er ungelohnt. Zwei schöne Töchter waren sein, die bleichten ihre Wäsche fein. Doch klang von Lübau Fidelton, sind zu den Burschen sie entflohn. Sie tanzten frei und ungebunden

Den Weg weiter folgend, kommen wir wieder an einen der bereits erwähnten Versuchsstollen der Ritter von Theler, die im 14./15. Jahrhundert auf der Suche nach Erz entstanden. Wir gelangen zu einer steinernen Eisenbahnbrücke , nach der sich linkerhand eine von der Schmalspurbahn durchschnittene Felsengruppe, Einsiedler genannt, erhebt.

Rechterhand befindet sich die Arthur-Lohse-Brücke, die zum Sagenweg führt. In der nächsten großen Windung der Roten Weißeritz liegt der Pferdetump, eine tiefe Stelle am Prallufer, zu der einst die Hainsberger Mühlenpferde zur Schwemme geritten wurden. Nach zwei weiteren Steinbrücken gelangen wir zum Wasserkraftwerk, einer 1911 errichteten Nebenanlage des Hauptwerkes in Freital-Deuben.

Wir kommen alsbald zum Nadelöhr, einem Felsentunnel, durch den von 1834 bis 1897 der Fußweg verlief. Der breite Grundweg wird schließlich erneut von einem Bach gekreuzt, dem Buchbach. Er kommt aus der links aufsteigenden, schattigen Somsdorfer Klamm. Die Klamm ist einer der schönsten Winkel des Gebietes. Auf einem teils recht steilen Pfad gelangt man entsprechend der gelben Wandermarkierung über Steinstufen zur Teufelskuppe und nach Somsdorf.

Wir verbleiben im Rabenauer Grund, der nun seinem Ende zugeht. Vor dem Austritt aus dem Walde geben Wegweiser Hinweise auf weitere lohnenswerte Wanderziele in Richtung Tharandt. Wir aber gehen über die Brücke, vorbei an Gärten, der Schwimmhalle und dem Weißeritzpark bis zum Schmalspurbahnhaltepunkt Freital-Coßmannsdorf. Es besteht die Möglichkeit, mit dem Bähnlein die Rückfahrt anzutreten oder die Schienen zu überqueren und über die „Scheibe“ weiter bergan, an der urgemütlichen Rollmopsschänke vorbei und geradeaus über den Eckersdorfer Berg nach Rabenau, zum Ausgangpunkt Stuhlbrunnen am Markt zurückzulaufen.